27. Juli 2021

Positive Bilanz der Impfungen im Quartier

Über 180 Menschen erhielten während der ersten Termine in Gießen, Lollar und Pohlheim den schützenden Piks

Nach den ersten Quartiersimpfungen im Landkreis Gießen und der Stadt Gießen haben die Beteiligten eine positive Bilanz gezogen: Während der ersten Termine wurden insgesamt über 180 Menschen vor Ort in der Gießener Nordstadt und Weststadt, in Lollar und Pohlheim gegen das Coronavirus geimpft. Weitere Anmeldungen liegen vor, neue Impftermine werden abgestimmt.

Mobile Teams des Impfzentrums des Landkreises nahmen die Impfungen  vor – begleitet von einem Informationsteam des Gesundheitsamtes um den Mediziner Werner Fleck und unterstützt von den Städten sowie den jeweiligen Trägern der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit des Diakonischen Werks, des Nordstadtvereins und der ZAUG.

„Wir haben vor allem durch die direkten Kontakte der Akteure vor Ort viele Menschen persönlich erreichen und über die Wichtigkeit der Impfung aufklären können“, bilanziert Landrätin Anita Schneider. „Viele Menschen entschieden sich nach dem Gespräch mit dem Team des Gesundheitsamtes für eine Impfung und können nun auch Multiplikatoren in ihrem Umfeld sein und davon berichten.“

Erfahrungen aus der Quartiersarbeit haben sich ausgezahlt

In allen Fällen hatten die Verantwortlichen des Quartiersmanagements vor Ort zunächst Infoveranstaltungen angeboten, während denen sich Interessierte für die Impfung zu einem späteren Zeitpunkt registrieren konnten. In einem ersten Schritt ließen sich 35 Personen in der Gießener Nordstadt impfen, weitere 60 folgten dort Einladungen zu Impfterminen in den islamischen Gemeinden von Ditib und Ahmadiya. In der Gießener Weststadt erhielten 45 Personen den schützenden Piks in den Oberarm, weitere 20 meldeten sich direkt für einen weiteren Termin an. In Lollar nutzten 25 Personen das erste Impfangebot vor Ort, in Pohlheim, wo zudem der Ausländerbeirat unterstützte, insgesamt 20 Personen.

„Unsere langen Erfahrungen in der Quartiersarbeit haben sich ausgezahlt“, sagt Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz: „In vielen Fällen konnten wir durch gewachsene Beziehungen und Kontakte vor Ort Menschen für das Angebot gewinnen.“ Gerade die kleinräumigen Angebote und die vorherige Information der Zielgruppen hätten sehr gut funktioniert.