Kultur und Veranstaltungen

Unter die Regelungen der Veranstaltungen und Zusammenkünfte fallen Aufeinandertreffen von mindestens 25 Personen. Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen müssen nicht genehmigt werden. Außerdem fallen Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen nicht unter diese Norm.

Nach der derzeit gültigen Allgemeinverfügung des Landkreises Gießen sind Veranstaltungen in Innenräumen bis 250 Personen nicht gestattungspflichtig. Veranstaltungen im Außenbereich sind bis 500 Personen nicht gestattungspflichtig.

Ausnahmsweise kann eine höhere Teilnehmerzahl gestattet werden, sofern die kontinuierliche Überwachung der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen gewährleistet ist. Genesene und vollständig geimpfte Personen werden nicht darunter gezählt.

Ihren Antrag sende Sie bitte an den

Landkreis Gießen – Der Kreisausschuss
Fachdienst Gesundheitsamt
Hygiene
Riversplatz 1 – 9
35394 Gießen

oder per E-Mail: Corona-Veranstaltungen@lkgi.de

Das Land Hessen sieht nach der derzeit geltenden Verordnung kein grundsätzliches Tanzverbot während Veranstaltungen vor. Dennoch gilt auch in diesem Punkt die grundsätzliche Empfehlung, sich pandemiegerecht zu verhalten und das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden.

Tanzkurze in Tanzschulen und anderen Einrichtungen sind in § 20 der hessischen Corona-Schutzverordnung geregelt, fallen demnach unter die Sportausübung und sind mit einem spezifischen Hygienekonzept möglich.

Für Tanztees, Tanzcafés und Veranstaltungen von Tanzschulen sowie Veranstaltungen, auf denen getanzt werden soll (Hochzeiten, Kirmes, Diskoabende) gelten ebenfalls die Regeln der Coronavirus-Schutzverordnung (Abstands- und Hygienekonzept, Begrenzung auf 500 Personen in geschlossenen Räumen, bei mehr als 1000 Personen Zugang nur mit Negativnachweis. Bei 2G-Veranstaltungen entfallen diese Bedingungen).

Tanzen in Diskotheken ist unter folgenden Bedingungen möglich:

Im Freien: Einlass der Gäste nur mit Negativnachweis nach § 3 der Verordnung (also Negativtest, Nachweis des vollständigen Impfschutzes oder gültiger Genesenennachweis), Kontaktdatenerfassung nach § 4 und Vorliegen und Umsetzen eines Abstands- und Hygienekonzeptes nach § 5. Zusätzlich gilt die Einschränkung, dass  jeder Person mindestens 5 Quadratmeter Verkehrsfläche zur Verfügung stehen müssen. Innen dürfen nur Genesene, Geimpfte oder Personen mit PCR-Test (max. 48 Stunden alt) hineingelassen werden. Bei 2G-Veranstaltungen entfallen diese Bedingungen.

Masken sind immer dann zu tragen, wenn es zu einer Gedränge-Situation kommt und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände nicht eingehalten werden kann – etwa in Warteschlangen bei Veranstaltungen. Bei 2G-Veranstaltungen besteht keine Maskenpflicht.

Ja. Ist für den Besuch z.B. einer Veranstaltung im geschlossenen Raum/der Innengastronomie, eines Tanzlokals im Freien, einer Spielbank/Spielhalle, eines Übernachtungsbetriebes zu touristischen Zwecken, einer Prostitutionsstätte usw. ein negatives und aktuelles Testergebnis erforderlich, können unter bestimmten Voraussetzungen Geschäftstreibende für ihre Kund:innen oder Gäste vor Ort Selbsttests anbieten. Diese müssen unter Aufsicht der Geschäftstreibenden bzw. von deren Personal vorgenommen worden. Es dürfen aber nur solche Selbsttests eingesetzt werden, die eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte haben. Die verfügbaren Tests sind hier aufgelistet.

Eine Terrasse oder offene Veranda gilt als Außengastronomie – ein Wintergarten, bei dem lediglich ein Teil des Dachs geöffnet werden kann, dagegen nicht. Maßgeblich im Sinne des Infektionsschutzes ist immer ein ausreichender Luftaustausch im Freien. Auch ein Pavillon mit rundherum geschlossenen Wänden gilt daher nicht als Außengastronomie. Hier wären mindestens drei Wände offenzuhalten.

Auf dieser Seite finden Sie den Antrag zur Gestattung von Veranstaltungen.

Treffen sich mehr als 25 Personen – egal ob geimpft, genesen, getestet oder nicht – gilt eine Zusammenkunft als Veranstaltung und die entsprechenden, geltenden Regelungen sind zu beachten.

Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen müssen nicht genehmigt werden. Außerdem fallen Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen nicht unter diese Norm.

Bei einer Veranstaltung – also einer Zusammenkunft mit mehr als 25 Personen – ist ein Hygienekonzept nach § 5 Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) zu erstellen. Für Veranstaltungen im privaten Raum gilt dafür eine Empfehlung, für Veranstaltungen in öffentlichen oder angemieteten Räumen ist dies verpflichtend.

Das Gesundheitsamt berät hierzu gerne, eine Genehmigung oder Abnahme des Hygienekonzeptes ist jedoch meist nicht erforderlich. Nur für Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen in Innenräumen oder mehr als 1000 Personen im Freien ist vorher eine Genehmigung der Veranstaltung und Abnahme des Hygienekonzepts durch das Gesundheitsamt erforderlich. In diesem Fall ist das Hygienekonzept Bestandteil der Antragstellung. Mehr Informationen gibt dazu es hier.

Bei 2G-Veranstaltungen ist ein Hygienekonzept nicht mehr vorgeschrieben.

Ja, aber bitte sehr konkret formulieren.

Wenn Sie eine kleine Veranstaltung planen und Fragen haben, stellen Sie diese bitte konkret an Corona-Veranstaltungen@lkgi.de. Sonst ist es sehr zeitaufwendig, herauszufinden, welche Fragestellung eigentlich behandelt werden soll.

Weil jedes Konzept kritisch hinterfragt und genau geprüft wird

Jede Veranstaltung und das dazugehörige Hygienekonzept müssen individuell bewertet werden. Es gibt zwar einige Kriterien, nach denen das Gesundheitsamt teilweise standardisiert vorgehen kann. (Konzertveranstaltung im Sitzen, Fußballspiel unter freiem Himmel), aber jedes Hygienekonzept ist in sich ein Einzelfall und immer wieder anders, zum Beispiel durch die lokalen Gegebenheiten, die Personen.

Andere Behörden sind eingebunden und auch sie benötigen Bearbeitungszeit, weil sie sich den kompletten Antrag ansehen, sodass eine Rückmeldung mitunter einige Zeit dauert.

Oft müssen Dokumente und Dateien nachgefordert werden, weil der Antrag nicht vollständig ausgefüllt wird oder einige geforderte Unterlagen fehlen. Ein vollständig ausgefüllter Antrag samt aller Anhänge verkürzt die Bearbeitungszeit.

Trotz aller Gründlichkeit können sich Rückfragen ergeben.

Erst die Bewertung aller Faktoren führt letztendlich zur Gestattung – teilweise mit Auflagen oder sogar zur Untersagung der Veranstaltung.

Deshalb eine Bitte: Wenn Sie eine Veranstaltung planen, beschreiben Sie alle Gegebenheiten wie für jemanden, der aufgrund Ihrer Beschreibung das ganze zeichnen und planen müsste: also möglich detailliert und deskriptiv. Senden Sie Pläne der Räumlichkeiten mit und erklären Sie jeden Schritt und jede Maßnahme genau. Das Team des Gesundheitsamts kennt in der Regel die genauen örtlichen Gegebenheiten nicht und jede Nachfrage kostet Zeit.

Ein Hygienekonzept ist immer individuell für Umfang, Personenzahl und Raum einer Veranstaltung zu erarbeiten. Für 2G-Veranstaltungen sind keine Hygienekonzepte erforderlich.

Das Hygienekonzept listet Vorkehrungen auf, die das Infektionsrisiko wirkungsvoll reduzieren. Beispiele für Inhalte eines Hygienekonzepts sind:

  1. Einhalten des Mindestabstandes: Es muss geregelt werden, wie dieser eingehalten werden kann. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist ein Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  2. Einhalten der Hust- und Niesetikette
  3. Personen, die sich krank fühlen oder offensichtlich krank aussehen, dürfen nicht teilnehmen und sollen sich nach Hause begeben.
  4. Luftaustausch: Falls die Veranstaltung drinnen stattfindet, muss eine ausreichende Lüftung des Raumes sichergestellt werden
  5. Handhygiene: Ausreichend langes Händewaschen mit Seife (mindestens 30 Sekunden). Ergänzend ist dort, wo keine Waschgelegenheit besteht, ein mindestens begrenzt viruzides Desinfektionsmittel bereitzuhalten.
  6. Kommunikation der Hygieneregeln: Information zum Beispiel in Form von Aushängen
  7. Einlass nur mit Negativnachweisen durch negativen Coronatest, Impfnachweis oder Genesenennachweis
  8. Die Teilnehmerdatenerfassung für die Rückverfolgbarkeit einer Infektionskette durch das Gesundheitsamt ist nicht verpflichtend, kann dem Gesundheitsamt im Fall einer Nachverfolgung jedoch helfen.

 

Nach der Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) des Landes Hessen sind Veranstaltungen in Innenräumen bis 500 Personen nicht gestattungspflichtig. Veranstaltungen im Außenbereich sind bis 1000 Personen nicht gestattungspflichtig.

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