Kultur und Veranstaltungen

Zusammenkünfte und Veranstaltungen mit persönlicher Teilnahme sind in Stufe 1 des Stufenplans des Landes Hessen mit weniger als 100 Teilnehmer*innen im Freien unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Diese Voraussetzungen finden Sie hier.

Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmer*innen im Freien benötigen in Stufe 1 die Genehmigung des  Gesundheitsamtes. Diese können Sie mit dem unten stehenden Antrag beantragen.

Zusammenkünfte, Veranstaltungen und Kulturangebote mit persönlicher Teilnahme in geschlossenen Räumen sind in Stufe 1 nur bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung der zuständigen Behörde sowie unter Einhaltung der oben genannten Voraussetzungen zulässig. Diese Genehmigung können Sie ebenfalls mit dem unten stehenden Antrag beantragen.

Ihren Antrag sende Sie bitte an den

Landkreis Gießen – Der Kreisausschuss
Fachdienst Gesundheitsamt
Hygiene
Riversplatz 1 – 9
35394 Gießen

oder per E-Mail: Corona-Veranstaltungen@lkgi.de

Nein, nur sofern bei Großveranstaltungen Gedrängesituationen bestehen, insbesondere bei Einlass und in Warteschlangen.

Ja. Ist für den Besuch z.B. einer Veranstaltung im geschlossenen Raum/der Innengastronomie, eines Tanzlokals im Freien, einer Spielbank/Spielhalle, eines Übernachtungsbetriebes zu touristischen Zwecken, einer Prostitutionsstätte usw. ein negatives und aktuelles Testergebnis erforderlich, können unter bestimmten Voraussetzungen Geschäftstreibende für ihre Kund*innen oder Gäste vor Ort Selbsttests anbieten. Diese müssen unter Aufsicht der Geschäftstreibenden bzw. von deren Personal vorgenommen worden. Es dürfen aber nur solche Selbsttests eingesetzt werden, die eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte haben. Die verfügbaren Tests sind hier aufgelistet.

Der vorhandene Luftaustausch ist das wesentliche Element, um die Außengastronomie erlauben zu können. Die Verlagerung in neu geschaffene “geschlossene Räume” muss deshalb vermieden werden. Beispielsweise darf also ein Pavillon mit maximal einer Außenwand aufgestellt werden und auch eine an der Hauswand angebrachte Markise zählt als Außengastronomie. Eine Terrasse ohne Dach ist ebenfalls erlaubt.

Auf dieser Seite finden Sie den Antrag zur Gestattung von Veranstaltungen.

An einer nicht gestattungspflichtigen Veranstaltung dürfen 250 Personen im Innen- und 500 Personen im Außenbereich teilnehmen (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 CoSchuV). Genesene und vollständig geimpfte Personen werden nicht darunter gezählt.

Das besondere öffentliche Interesse wird durch eine Abwägung zweier Positionen der allgemeinen Interessenlagen festgestellt. Auf der einen Seite steht das öffentliche Interesse der Allgemeinheit an der Durchführung der Veranstaltung. Auf der anderen Seite steht das Interesse an einem durchgängigen Veranstaltungsverbot. Beim Vorliegen des öffentlichen Interesses überwiegt ausnahmsweise Ersteres.

Bei der Beurteilung sind insbesondere die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und Gefahren für Leib und Leben der Bevölkerung im Einzelfall zu berücksichtigen. Die Pandemische Situation bedingt, dass hierbei ein strenger Maßstab heranzuziehen ist. Allein das Interesse einer Einzelperson oder einer Gruppe von Personen begründet noch kein öffentliches Interesse. Die Anzahl der in Präsenz Teilnehmenden ist so gering wie möglich zu halten und zur Einhaltung der Hygieneregeln und des Mindestabstands unter anderem an Art und Größe des Veranstaltungsortes zu orientieren.

Diese Bewertung übernimmt das zuständige Gesundheitsamt.

Veranstaltungen und Zusammenkünfte beschreiben Situationen, bei denen eine größere Anzahl von Menschen im zusammentrifft.

Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen, schulischen oder betreuungsrelevanten Gründen müssen nicht genehmigt werden. Außerdem fallen Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen nicht unter diese Norm.

Ja, die Pflicht zur Erstellung eines geeigneten Hygienekonzepts findet sich in § 1 Abs. 2b Nr. 5 Corona- Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung und ist pandemiebedingt das Herzstück einer sicheren Veranstaltung.

wenn mehr als die Anzahl an Personen zusammenkommen, denen der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit erlaubt ist. Vollständig Geimpfte oder seit maximal sechs Monaten genesene Personen zählen nicht dazu.

Ja, aber bitte sehr konkret formulieren.

Wenn Sie eine kleine Veranstaltung planen und Fragen haben, stellen Sie diese bitte konkret an Corona-Veranstaltungen@lkgi.de. Sonst ist es sehr zeitaufwendig, herauszufinden, welche Fragestellung eigentlich behandelt werden soll.

Weil jedes Konzept kritisch hinterfragt und genau geprüft wird

Jede Veranstaltung und das dazugehörige Hygienekonzept müssen individuell bewertet werden. Es gibt zwar einige Kriterien, nach denen das Gesundheitsamt teilweise standardisiert vorgehen kann. (Konzertveranstaltung im Sitzen, Fußballspiel unter freiem Himmel), aber jedes Hygienekonzept ist in sich ein Einzelfall und immer wieder anders, zum Beispiel durch die lokalen Gegebenheiten, die Personen.

Andere Behörden sind eingebunden und auch sie benötigen Bearbeitungszeit, weil sie sich den kompletten Antrag ansehen, sodass eine Rückmeldung mitunter einige Zeit dauert.

Oft müssen Dokumente und Dateien nachgefordert werden, weil der Antrag nicht vollständig ausgefüllt wird oder einige geforderte Unterlagen fehlen. Ein vollständig ausgefüllter Antrag samt aller Anhänge verkürzt die Bearbeitungszeit.

Trotz aller Gründlichkeit können sich Rückfragen ergeben.

Erst die Bewertung aller Faktoren führt letztendlich zur Gestattung – teilweise mit Auflagen oder sogar zur Untersagung der Veranstaltung.

Deshalb eine Bitte: Wenn Sie eine Veranstaltung planen, beschreiben Sie alle Gegebenheiten wie für jemanden, der aufgrund Ihrer Beschreibung das ganze zeichnen und planen müsste: also möglich detailliert und deskriptiv. Senden Sie Pläne der Räumlichkeiten mit und erklären Sie jeden Schritt und jede Maßnahme genau. Das Team des Gesundheitsamts kennt in der Regel die genauen örtlichen Gegebenheiten nicht und jede Nachfrage kostet Zeit.

Ist individuell zu erarbeiten

Generell gültige Aussagen für schlüssige Hygienekonzepte gibt es keine. Grundsätzlich gibt es aber ein paar Hauptaspekte, die auf jeden Fall geklärt sein müssen: Ziel ist des Hygienekonzepts ist, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Übertragungsweg der Krankheit, im Falle von SARS-CoV-2 vor allem auf dem der luftgetragenen Elemente, seien es Tröpfchen oder kleinere Partikel, die sogenannten Aerosole.

Zu klärende Aspekte:

  1. Einhalten des Mindestabstandes: Es muss geregelt werden, wie dieser eingehalten werden kann oder, falls nicht: Was zu tun ist, um andere Personen zu schützen; zum Beispiel das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
  2. Einhalten der Hust- und Niesetikette
  3. Personen, die sich krank fühlen oder offensichtlich krank aussehen, wieder nach Hause beziehungsweise zu Ärzt*innen schicken
  4. Luftaustausch: Falls die Veranstaltung drinnen stattfindet, muss eine ausreichende Lüftung des Raumes sichergestellt werden
  5. Handhygiene: Händewaschen mit Seife und ausreichend lang (mindesens 30 Sekunden). Das reicht normalerweise. Da, wo man die Hände nicht waschen kann, Möglichkeiten zur Desinfektion bieten
  6. Kommunikation der Hygieneregeln: Informationen, meist in Form von Aushängen, welche Maßnahmen für die Veranstaltung gelten sollen (zum Beispiel Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung, bis man am Platz sitzt, Aufnahme der Kontaktdaten, Händewaschen bei Betreten der Veranstaltung)
  7. Negativnachweise: Durch negativen Coronatest, Impfnachweis oder Genesenennachweis
  8. Datenerfassung die Teilnehmerdaten müssen für die Rückverfolgbarkeit einer Infektionskette erfasst werden. Vorgeschrieben sind hier Name, Anschrift und Telefonnummer. Am besten wird in dieser Liste auch die Kontrolle des Negativnachweises vermerkt.
  9. Optional: Zugangsregelungen, Menschenansammlungen vermeiden, Rückverfolgbarkeit!

 

Das Land Hessen listet hier sehr detailliert auf, welche Veranstaltungen genehmigt werden müssen.

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