9. April 2020

Landrätin legt Kostenbilanz für Corona-Testcenter vor

Landkreis unterstützt umfangreich mit nötiger Einrichtung

Landkreis Gießen. Nach der Eröffnung des Coronavirus-Testcenters und der zentralen Corona-Schwerpunkt-Ambulanz in der Gießener RiversSporthalle hat Landrätin Anita Schneider Kreisausschuss und Kreistag Berichte über die bisherige Kostenbilanz vorgelegt. Der Betrieb des zentralen Testcenters, das am 1. April startete, liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. Der Verein Gesundheitsnetz Gießener Hausärzte hat unter demselben Dach eine Corona-SchwerpunktPraxis eröffnet. Die KV hat der Lösung zugestimmt.

„Der Landkreis Gießen hat nicht nur die Standortlösung herbeigeführt und alle Beteiligten an einen Tisch gebracht, sondern unterstützt auch finanziell den Betrieb im Sinne einer guten Versorgung in der CoronaPandemie“, erklärt Landrätin Schneider. So finanziert der Landkreis die nötige Ausstattung der Sporthalle mit Trennwänden, Türen und weiterer Einrichtung, die ein Messebau-Unternehmen vermietet. Im ersten Monat des Betriebs entstehen dadurch Kosten von rund 10.000 Euro. In den kommenden Monaten sind es jeweils rund 6500 Euro. Der Landkreis stellt außerdem im großen Umfang Einrichtung zur Verfügung, unter anderem Schreibtische, rund 100 Stühle für den Wartebereich, Kühlschränke für Arzneimittel und Proben sowie weiteres medizinisches Inventar.

Stadt Gießen ermöglicht erhebliche Einsparungen

Landrätin Schneider verweist auch darauf, dass durch das Entgegenkommen der Stadt Gießen, die ihre Halle kostenlos zur Verfügung stellt, erhebliche Kosten gespart werden, die andere Standorte verursacht hätten. So wäre beispielsweise für eine zwischenzeitlich geprüfte Container-Lösung am Standort Rivers allein für das Aufstellen und Anschließen an Ver- und Entsorgungsleitungen eine höhere fünfstellige Summe fällig geworden.

„Eine tollen Beitrag leistete auch die Stadt Staufenberg“, sagt Schneider. Diese stellt leihweise einen Auslegeboden für die Rivers-Sporthalle zur Verfügung und ermöglichte eine Kostenersparnis von rund 25.000 Euro. Die Feuerwehr Staufenberg mit zwölf Einsatzkräften des 17. KatSLöschzuges im Landkreis Gießen und dem KatS-Gerätewagen Logistik für Hochwasserschutz übernahm den Transport und die Verlegung.