27. März 2020

Gießen ist Wunsch-Standort für Corona-Testcenter

Ergebnisse der Prüfungen liegen am Montag vor

Landkreis Gießen. Der Landkreis Gießen befindet sich weiterhin mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen in konstruktiven Gesprächen, um dieser einen neuen Standort für ein Corona-Testcenter vorschlagen zu können. Ergebnisse werden im Laufe des kommenden Montags vorliegen.

Einigkeit besteht darüber, dass Gießen der geeignete Standort für ein Testcenter ist. „Es entspricht auch dem Anliegen der Ärzteschaft vor Ort, mit deren Vertretern wir seit Wochen im Austausch sind“, sagt Landrätin Anita Schneider. Geprüft werden nun gemeinsam mit der Stadt Gießen Standorte an verschiedenen Hallen. Die Entscheidung liegt letztlich beider KV. „Für die zentrale Lage in Gießen spricht auch, dass sich seitens des Bundes ein Strategiewechsel hin zu einer stark vergrößerten Zahl von Testungen andeutet, die logistisch zu bewältigen wäre“, erklärt Schneider.

Keine rechtliche Handhabe zur Überlassung von Hallen

In den vergangenen Tagen hat der Landkreis gemeinsam mit verschiedenen Kommunen mehrfach abgewogen, welche Alternativstandorte zum bisherigen Testcenter beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Lich infrage kommen und der KV vorgeschlagen werden können. Zu den geprüften Standorten gehörten sowohl kreiseigene Hallen als auch die Stadthalle der Stadt Staufenberg, die kurzfristig ihre Bereitschaft zur Hilfe im Sinne aller Kreiskommunen angeboten hatte. Beide Standorte erwiesen sich letzten Endes aber als nicht durchsetzbar. „Eine Rolle bei den Prüfungen spielt beispielsweise, ob auch dann der Betrieb gewährleistet sein kann, wenn irgendwann wieder Schulsport möglich ist. Es geht aber auch um die direkte Umgebung oder die Verkehrsanbindung“, erklärt Schneider.

Der Landkreis habe keine Grundlage, um Kommunen zu einer Überlassung einer Halle zu verpflichten, betont die Landrätin. „Gegeben wäre eine solche Möglichkeit nur im Katastrophenfall, den wir in Hessen nicht haben. Wir sind hier darauf angewiesen, mit allen Beteiligten Lösungen zu finden. Die Entscheidung liegt letzten Endes bei der KV.“