19. März 2021

Gesundheitsamt führt Daten zusammen und bereinigt Corona-Fallzahlen

IT-Umstellung findet am kommenden Sonntag statt / Schnittstellen werden geschaffen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen führt am Wochenende Datenbanken zur Verwaltung von Corona-Fällen zusammen. Als eines von wenigen Gesundheitsämtern nimmt das Gießener Amt an einem bundesweiten Pilotprojekt zur Digitalisierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes teil. Vor diesem Hintergrund werden Daten des Programms SurvNet, das das RKI Gesundheitsämtern zur Verfügung stellt, und Daten des Programms SORMAS des Helmholtz-Instituts zusammengeführt, das dem Infektionsmanagement und der Ausbruchsüberwachung dient. Damit wird auf eine einheitliche und ausschließlich digitale Datenverwaltung umgestellt. Meldungen werden beschleunigt, Schnittstellen und Synergien geschaffen.

In diesem Zusammenhang wird das Gesundheitsamt die bisher ausgewiesenen Fallzahlen von SARS-CoV-2-Infektionen um eine vergleichsweise kleine Anzahl korrigieren, die auf positiven Antigen-Schnelltests beruht und die zu einem früheren Zeitpunkt erfasst worden sind. Dargestellt werden künftig nur noch Fälle, die auf laborbasierten PCR-Tests beruhen. PCR-Tests sind die Regel, um positive Antigennachweise zu überprüfen. Die Korrektur betrifft voraussichtlich etwa 100 von insgesamt über 9000 Fällen im Landkreis, die dann abgezogen werden. Das Gesundheitsamt korrigiert damit auch die Zahl der Personen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind. Bei bisher sieben von insgesamt über 300 Todesfällen lag nur ein Antigennachweis des Virus vor.

Wegen der Zusammenführung und Überarbeitung der Daten wird das Gesundheitsamt am Sonntag (21. März) keine Corona-Fallzahlen veröffentlichen.