Fragen und Antworten

Uns erreichen viele Fragen zu den unterschiedlichsten Themen.
In unseren FAQs haben wir einige dieser Fragen und die entsprechenden Antworten gesammelt.

Nein. Die Terminvereinbarung ist ausschließlich über die zentrale Anmeldung des Landes Hessen möglich.

Das Gesundheitsamt hat keinen Einfluss auf die Terminvergabe. Es ist gesetzlich gebunden an die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes und die Priorisierungsvorgaben des Landes Hessen.

 

Das Gesundheitsamt wird sich bei Ihnen melden. Dies kann zurzeit aufgrund der sehr hohen Zahl von Neuinfektionen mehrere Tage dauern.

Verlassen Sie bitte nicht Ihre Wohnung und empfangen Sie keinen Besuch. Informieren Sie alle Personen, mit denen Sie ab dem zweiten Tag vor Auftreten erster Symptome (wenn Sie keine Symptome haben, ab zwei Tage vor Ihrer Testung) engeren Kontakt hatten.

Überlegen Sie, mit welchen Personen Sie ab dem zweiten Tag vor Auftreten erster Symptome (wenn Sie keine Symptome haben, ab zwei Tage vor Ihrer Testung) engeren Kontakt hatten. Engerer Kontakt bedeutet:

  • Personen, denen Sie sich von Angesicht zu Angesicht mindestens 15 Minuten lang gegenüber befanden – zum Beispiel im Rahmen eines Gespräches, oder Personen aus Ihrem Haushalt, oder Personen, die Sie geküsst und umarmt haben.
  • Medizinisches oder Pflegepersonal, das ohne Schutzkleidung und ohne einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern Kontakt zu Ihnen hatte.
  • Personen, die sich mindestens 30 Minuten lang mit Ihnen in einem nicht durchlüfteten, begrenzten Raum aufgehalten haben – auch, wenn diese Personen Mund-Nasen-Bedeckung getragen und Abstand zu Ihnen eingehalten haben.
  • Eine Hilfestellung zur Beurteilung stellt das Robert Koch-Institut:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Grafik_Kontakt_allg.pdf?__blob=publicationFile

Diese Personen werden als Kontaktpersonen Kategorie 1 bezeichnet.

Gehen Sie folgende Anweisungen schrittweise durch:

  1. Erstellen Sie eine Liste von Personen, zu denen Sie nach den oben genannten Bedingungen engen Kontakt hatten. Sie finden hier eine Liste, die Sie ausfüllen und an uns übermitteln können. Wir benötigen von Ihren engen Kontaktpersonen Name, Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse. Bitte geben Sie an, ob es den Personen möglich ist, selbstständig unsere Selbstauskunft online auszufüllen.
  2. Informieren Sie bitte Ihre engen Kontaktpersonen, dass diese sich in Quarantäne begeben sollten. Auf unserer Internetseite können sich Ihre engen Kontaktpersonen über eine Selbstauskunft bei uns melden. Das Gesundheitsamt wird sich dann mit den Kontaktpersonen in Verbindung setzen. Diese Angaben sind wichtig, um Ihnen ein persönliches Anschreiben sowie am Ende der Quarantäne eine Bescheinigung auszustellen. Wenn jemand nicht online Auskunft geben kann, kann das Gesundheitsamt per Telefon Kontakt aufnehmen.
  3. Bitte informieren Sie Ihre engen Kontaktpersonen so schnell wie möglich darüber, dass sie sich von nun an in eine freiwillige häusliche Quarantäne begeben sollten, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Sie dürfen von nun an Ihre Wohnung nicht mehr verlassen.

  • Ausgenommen sind Besuche bei Hausärzten*innen, dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst, dem Notdienst oder dem Corona-Testcenter. Diese müssen jedoch zwingend telefonisch vorher abgestimmt werden.

Für bestätigte Fälle dauert die Isolation mindestens 14 Tage ab dem Tag des Tests. Für die Entlassung aus der Isolation müssen Sie 48 Stunden symptomfrei sein.

Personen, die mit positiv Getesteten in einem Haushalt leben, müssen zeitgleich mit ihnen in Quarantäne; also für 14 Tage ab dem Test des Primärfalls. Die Quarantäne der Kontaktpersonen verlängert sich jeweils, wenn ein neuer bestätigter Fall im Haushalt auftritt, sofern die Kontaktperson in der Zwischenzeit nicht selber zu einem Fall wurde.

Bitte lassen Sie sich von Verwandten, Freund*innen oder Nachbar*innen mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Dingen des täglichen Bedarfs versorgen.

  • Beachten Sie, dass dabei kein Kontakt zwischen Ihnen und den Personen stattfinden darf, die Sie versorgen. Lassen Sie sich den Einkauf bitte vor die Tür stellen. Das Geld für den Einkauf können Sie überweisen oder nach dem Ende der Isolationszeit bezahlen.
  • Sollten Sie niemanden in Ihrem Umfeld finden, der Sie mit allem Notwendigen versorgt, gibt es bei vielen Supermärkten die Möglichkeit für einen Lieferservice. Sollten Sie Probleme bei der Umsetzung haben, wenden Sie sich bitte an die Hotline des Gesundheitsamtes (Telefon: 0641 9390-3560). Aber auch viele Gemeindeverwaltungen helfen, indem sie Nachbarschaftshilfe organisieren.

Bitte messen Sie zweimal am Tag Fieber und führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie täglich eintragen, ob Sie Krankheitssymptome einer COVID-19 Erkrankung entwickeln. Dies sind zum Beispiel

  • Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust oder Atemnot
  • Falls Sie Symptome bei sich oder bei Familienmitgliedern, die sich mit in Ihrem gemeinsamen Haushalt befinden, bemerken, setzen Sie sich telefonisch mit ihren Hausärzt*innen (außerhalb der Sprechzeiten mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117) und dem Gesundheitsamt per E-Mail (hygiene@lkgi.de) in Verbindung.
  • Wenn es Ihnen gesundheitlich plötzlich sehr schlecht geht, informieren Sie Ihre Hausärzt*innen telefonisch. Eine ärztliche Behandlung kann nur über die Hausärzt*innen und nicht durch das Gesundheitsamt erfolgen. Sind die Hausärzt*innen nicht verfügbar, rufen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an. Diese können Ihnen weiterhelfen. In lebensbedrohlichen Situationen (Atemnot, sehr hohes Fieber, Benommenheit) rufen Sie den Notruf 112.

Gerade für Alleinstehende kann eine Quarantäne eine große Belastung bedeuten und zu Gefühlen wie Einsamkeit, Ängsten oder Ausgrenzung führen. Versuchen Sie, mit Freund*innen und Familienangehörigen über Telefon, Internet oder anderen Medien in Kontakt zu bleiben. Nutzen Sie bei Bedarf auch telefonische Hilfsangebote wie zum Beispiel die Telefonseelsorge.

Versuchen Sie trotz der Einschränkung durch die Quarantäne in Bewegung zu bleiben.

  • Im Internet finden Sie eine Vielzahl kostenloser Anleitungen für ein Training zu Hause.
  • Auch Atem- oder Achtsamkeitsübungen können helfen, Anspannung zu lindern. Hierzu finden Sie im Internet eine Reihe kostenloser Hilfestellungen. Die Linderung von Stress durch Bewegung oder Achtsamkeitsübungen trägt zum Wohlbefinden bei, unterstützt Ihr Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem.

Umfassende Informationen zur COVID-19-Erkrankung als auch zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts, der deutschen Bundesoberbehörde für Krankheiten: https://www.rki.de oder der Homepage zu Corona von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.zusammengegencorona.de/

Sollten Sie im medizinischen Bereich tätig sein, sind bei Kontaktpersonen 1. Grades ohne Symptomatik Ausnahmeregeln möglich. Diese bedürfen aber einer individuellen Beurteilung durch das Gesundheitsamt. Um eine solche Aussetzung der Quarantäne für den Arbeitsweg und die Arbeit zu erwirken, muss Ihr Arbeitgeber einen Antrag per E-Mail an hygiene@lkgi.de schicken.

Sollten Sie eine E-Mail mit verschlüsselter PDF-Datei bekommen haben, aber am selben Tag keine SMS mit Passwort, dann schicken Sie bitte eine E-Mail an: Hygiene-Kontakte@lkgi.de mit Betreff: SMS nicht erhalten; Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer.

Sollten Sie eine SMS mit Passwort bekommen haben, aber am selben Tag keine E-Mail mit verschlüsselter PDF-Datei, dann schicken Sie bitte eine E-Mail an: Hygiene-Kontakte@lkgi.de mit Betreff: Verschlüsselte PDF nicht erhalten; Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer.

Das Anschreiben, das Sie vom Gesundheitsamt erhalten, genügt den meisten Arbeitgeber*innen als vorläufige Bescheinigung. Am Ende Ihrer Quarantäne erhalten Sie eine Quarantänebescheinigung vom Gesundheitsamt. Diese dient den Arbeitgeber*innen als Grundlage zur Beantragung einer Entschädigung für Ihren Arbeitsausfall. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens im Gesundheitsamt kann dies allerdings eine Zeit lang dauern. Bitten Sie daher die Arbeitgeber*innen, die Bescheinigung nachreichen zu dürfen.

Wenn das Gesundheitsamt noch keinen Kontakt zu Ihnen aufgenommen hat, aber Sie sich in Quarantäne begeben müssen (aufgrund eines postiven Tests oder aufgrund engen Kontakts zu einem positiv Getesteten), füllen Sie bitte unseren Selbstauskunftsbogen aus. Dort werden alle Kriterien zur Beurteilung und auch Ihre persönlichen Angaben abgefragt. Diese Angaben sind wichtig, um Ihnen ein persönliches Anschreiben sowie am Ende der Quarantäne eine Bescheinigung auszustellen.

Auch wenn Sie Kontaktperson der Kategorie 1 sind, hat dies von Seiten des Gesundheitsamtes zunächst keine Auswirkungen für Ihren Arbeitgeber beziehungsweise das Unternehmen der Arbeitgeber*innen. Ihre Kolleg*innen sind Kontaktpersonen einer Kontaktperson.

Kontaktpersonen Kategorie 1 haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Für diese Personengruppe ist eine Quarantäne zwingend vorgeschrieben. Diese Quarantäne dauert 14 Tage ab dem letzten Kontakt zum bestätigten Fall.

Bitte beurteilen Sie selbst, ob Sie ein erhöhtes Infektionsrisiko tragen oder ein geringes. Eine Hilfestellung zur Beurteilung stellt das Robert Koch-Institut:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Grafik_Kontakt_allg.pdf?__blob=publicationFile

Eine positiv getestete Person ist erst ab zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend. Sollte der Kontakt weiter zurückliegen, haben Sie kein erhöhtes Infektionsrisiko.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, wenn Sie in diesem Zeitraum in engem Kontakt mit der positiv getesteten Person waren.

Wir bitten Sie, unseren Selbstauskunftsbogen auszufüllen. Dort werden alle Kriterien zur Beurteilung und auch Ihre persönlichen Angaben abgefragt. Diese Angaben sind wichtig, um Ihnen ein persönliches Anschreiben sowie am Ende der Quarantäne eine Bescheinigung auszustellen.

Nach der Beurteilung unserer Kontaktpersonenermittler*innen bekommen Sie bei niedrigem Infektionsrisiko eine Information darüber per E-Mail zugestellt. Bei einem erhöhten Infektionsrisiko werden Sie telefonisch kontaktiert. Möglicherweise wird auch ein Termin für die Testung vereinbart. Alle Informationen bekommen Sie im Anschluss daran auch per E-Mail.

Sollten Sie keinen Zugang zum Internet haben und diese digitale Bearbeitung für Sie nicht möglich sein, läuft die Ermittlung am Telefon ab und Sie bekommen Ihre Information im Anschluss per Post zugesandt.

Bitte beachten Sie: Ein negatives Testergebnis hebt im Falle eines bestätigten engen Kontakts zu einer positiv getesteten Person NIE die Quarantäne auf. Ein Testergebnis ist immer eine Momentaufnahme. Sie können dennoch zu einem späteren Zeitpunkt erkranken und andere Personen anstecken.

Wenn Sie Symptome bei Ihnen oder bei Familienmitgliedern bemerken, die sich mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt befinden, setzen Sie sich telefonisch mit den Hausärzt*innen (außerhalb der Sprechzeiten mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117) und dem Gesundheitsamt per E-Mail (hygiene@lkgi.de) in Verbindung.

Da alle akut auftretenden grippeähnlichen Beschwerden (Husten, Fieber, Schnupfen) Symptome einer Coronavirus-Infektion sein können, sollten Personen, die nicht getestet werden, sich trotzdem so verhalten, dass Übertragungen verhindert werden. Soweit umsetzbar, isolieren Sie sich bitte zu Hause für mindestens fünf Tage und verlassen Sie die Wohnung erst, wenn Sie mindestens 48 Stunden ohne Symptome sind. Eine Testung auf Coronaviren sollte kurzfristig erfolgen, wenn sich oben genannte Beschwerden weiter verschlechtern.

Kontaktieren Sie die Hausärzt*innen für eine Krankschreibung.

Falls Sie Kontakt zu einem Fall hatten: Begeben Sie sich in häusliche Quarantäne und kontaktieren Sie das Gesundheitsamt oder die Hausärzt*innen für einen Coronavirus-Test.

Bleiben Sie so lange zu Hause, bis Sie ein Ergebnis haben. Das empfehlen das Gesundheitsamt und die Kassenärztliche Vereinigung (KV).

Wurden Sie aufgrund von Symptomen getestet, können Sie eine Krankmeldung erhalten.

Bitte schützen Sie andere Haushaltsmitglieder vor einer möglichen Ansteckung, indem Sie die Hygieneregeln beachten. Zum Vorgehen für Kontaktpersonen Kategorie 1 lesen Sie im entsprechenden Abschnitt nach.

Nein, ihre Familienangehörigen müssen nicht in Quarantäne, da diese nur Kontaktperson einer Kontaktperson sind.

Eine Besonderheit gilt für Besucher*innen und Berufstätige von Gemeinschaftseinrichtungen. Die Hessische Regierung hat einige Betretungsverbote für Gemeinschaftseinrichtungen für Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen ausgesprochen. Welche Einrichtungen betroffen sind und für welche Personen dies gilt, können Sie in der aktuellen Verordnung zur Bekämpfung des Corona Virus nachlesen unter:
https://www.hessen.de/sites/default/files/media/2vo_corona_stand_02.11_1.pdf

Wenn Sie Symptome haben, lassen Sie sich testen. Ihr Hausarzt kann Ihnen eine Überweisung für das Testcenter ausstellen.

Beachten Sie, dass auch ein negativer Test die Quarantäne nicht aufhebt.

  • Kontaktpersonen der Kategorie 1, die Symptome bekommen während der Quarantäne bekommen, können sich beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) ohne Überweisung vom Hausarzt testen lassen.
  • Kontaktpersonen ohne Symptome haben einen Anspruch auf Testung, sie werden vom Gesundheitsamt durch das DRK getestet. Wenden Sie sich dafür bitte an das Gesundheitsamt unter der E-Mail hygiene@lkgi.de.

Nähe ist für eine gesunde Entwicklung des Kindes unerlässlich. Natürlich kann man den Kontakt nicht vollständig reduzieren. Gründliche Hygiene ist hier ganz wichtig. Als enge Kontaktperson (der Kategorie I) müssen Sie ebenfalls in Quarantäne.

Das Ordnungsamt und die Bundespolizei verstärken Kontrollen. Je nach Folgen, kann ein Verstoß gegen Quarantänevorschriften als eine Ordnungswidrigkeit mit 25.000 Euro geahndet werden.

Wer vom Gesundheitsamt offiziell in Quarantäne geschickt wurde, hat ein Anrecht auf Ersatzleistungen und kann eine Bescheinigung am Ende der Quarantäne per E-Mail (hygiene@lkgi.de) beantragen.

Über weitere Informationen können Sie sich hier informieren: https://ifsg-online.de/antrag-taetigkeitsverbot.html

Die Sieben-Tage-Inzidenz wird als Anhaltspunkt des Infektionsdruckes in der Bevölkerung hinzugezogen. Zum Vergleich zwischen Gemeinden mit verschiedener Bevölkerungsgröße bezieht sie sich immer auf die Anzahl der in den letzten sieben Tagen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner*innen. Sie wird wie folgt berechnet: Anzahl der neu gemeldeten Fälle der letzten sieben Tage / Einwohnerzahl * 100.000.

Beispiel: 18 Fälle in einer Gemeinde in den letzten sieben Tagen. Diese Gemeinde hat 8.471 Einwohner. Daraus errechnet sich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 212,5 (18 / 8.471 * 100.000 = 212,5).

Die Zahl der aktiven Fälle spielt bei der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz keine Rolle. Aktive Fälle sind diejenigen an Coronavirus-Erkrankten, welche noch nicht genesen sind (alle Fälle – Genesene = aktive Fälle).

Viele Fälle sind nach sieben Tagen noch nicht genesen, werden dann aber nicht weiter in die Sieben-Tage-Inzidenz gerechnet. Daher ist die Zahl der derzeit aktiven Fälle höher als diejenige, welche in die Sieben-Tage-Inzidenz einfließt.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Inzidenzzahlen:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/coronavirus-sieben-tage-inzidenz-berechnen-1.4909107

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Okt_2020/2020-10-19-de.pdf?__blob=publicationFile

Personal in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen anderer medizinischer Heilberufe  soll vermehrt getestet werden, um die Verbreitung des SARS-CoV-2 Virus durch asymptomatische Träger*innen in Praxen mit hohem Patientenaufkommen zu verhindern.

Das Personal in Arztpraxen und auch das Praxispersonal anderer medizinischer Heilberufe kann regelhaft einmal je Woche präventiv getestet werden. Es sind sowohl laborbasierte Antigen-Tests als auch PoC-Antigen-Tests möglich.

Die Testung von Praxispersonal unterliegt nicht dem Antragsverfahren nach § 6 Abs. 3 TestV. Die Beschaffung von Antigen-Tests erfolgt durch die Praxen. Antigen-Tests können über den medizinischen Fachhandel oder die Apotheke beziehungsweise den pharmazeutischen Großhandel bezogen werden. Die Abrechnung der Leistungen im Zusammenhang mit Testungen nach der TestV einschließlich der Beschaffungskosten für die Antigen-Schnelltests erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung.

https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-hessen/antragsverfahren-poc-antigen-tests/fragen-und-antworten

Zusammenkünfte (ausgenommen solche nach den Abs. 2 und 2a der Corona- Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) und Veranstaltungen sind nur bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig.

Außerdem muss ein gut ausgearbeitetes Hygienekonzept vorliegen, dass auf die Veranstaltung und den Ablauf angepasst wurde.

Ist individuell zu erarbeiten

Generell gültige Aussagen für schlüssige Hygienekonzepte gibt es keine. Grundsätzlich gibt es aber ein paar Hauptaspekte, die auf jeden Fall geklärt sein müssen: Ziel ist des Hygienekonzepts ist, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Übertragungsweg der Krankheit, im Falle von SARS-CoV-2 vor allem auf dem der luftgetragenen Elemente, seien es Tröpfchen oder kleinere Partikel, die sogenannten Aerosole.

Zu klärende Aspekte:

  1. Einhalten des Mindestabstandes: Es muss geregelt werden, wie dieser eingehalten werden kann oder, falls nicht: Was zu tun ist, um andere Personen zu schützen; zum Beispiel das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
  2. Einhalten der Hust- und Niesetikette
  3. Personen, die sich krank fühlen oder offensichtlich krank aussehen, wieder nach Hause beziehungsweise zu Ärzt*innen schicken
  4. Luftaustausch: Falls die Veranstaltung drinnen stattfindet, muss eine ausreichende Lüftung des Raumes sichergestellt werden
  5. Handhygiene: Händewaschen mit Seife und ausreichend lang (mindesens 30 Sekunden). Das reicht normalerweise. Da, wo man die Hände nicht waschen kann, Möglichkeiten zur Desinfektion bieten
  6. Kommunikation der Hygieneregeln: Informationen, meist in Form von Aushängen, welche Maßnahmen für die Veranstaltung gelten sollen (zum Beispiel Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung, bis man am Platz sitzt, Aufnahme der Kontaktdaten, Händewaschen bei Betreten der Veranstaltung)
  7. Datenerfassung: Falls nötig, muss klar sein, in welcher Form die Teilnehmer*innen ihre Kontaktdaten hinterlassen. (Vorgeschrieben sind hier Name, Anschrift und Telefonnummer)
  8. Optional: Zugangsregelungen, Menschenansammlungen vermeiden, Rückverfolgbarkeit!

Ja, aber bitte sehr konkret formulieren.

Wenn Sie eine kleiner Veranstaltung planen und Fragen haben, stellen Sie diese bitte konkret. Sonst ist es sehr zeitaufwendig, herauszufinden, welche Fragestellung eigentlich behandelt werden soll.

wenn mehr Personen erwartet werden als der „enge, private Kreis“

Für (kleinere) Zusammenkünfte in einem überschaubaren und gegenseitig allgemeinbekannten Personenkreis gelten keine weiteren besonderen Regeln. Das ist dann der Fall, wenn zum Beispiel der eigene Geburtstag mit den Nachbar*innenn und wenigen Familienmitgliedern beziehungsweise Freund*innen gefeiert werden soll.

Immer dann, wenn die Zusammenkunft über diesen sogenannten engen privaten Kreis hinausgeht, ist ein Hygienekonzept nötig. Das bedeutet: Sobald die Anzahl der Teilnehmenden so hoch ist, dass der Veranstalter im Falle eines Falles die Nachverfolgung nur über die Erfassung der Daten der Gäste sicherstellen kann, handelt es sich um eine Veranstaltung im privaten Rahmen.

Für eine solche Veranstaltung im privaten Rahmen muss es nach der aktuellen Gesetzeslage ein Konzept geben. Das ist dann zum Beispiel bei einer Hochzeitsfeier der Fall. Auch die räumlichen Gegebenheiten spielen hier eine Rolle. Findet die Feier zum Beispiel im eigenen Garten statt oder wurde ein Saal angemietet?

Links zur aktuellen Gesetzeslage:

Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung

Auslegungshinweise

Es gilt derzeit keine Ausgangssperre.

Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum sofortigen Verzehr ist untersagt.

Wer zur Arbeit muss oder von der Arbeit kommt, darf auch nach 21 Uhr und vor 5 Uhr unterwegs sein. Arbeitgeber*innen können ihren Beschäftigten zum Beispiel formlose Bescheinigungen ausstellen. Auch wer Aus- oder Weiterbildungsangebote wahrnimmt, fällt unter diese Ausnahme.

Wer außerhalb des Landkreises wohnt und den Landkreis Gießen besucht, darf nicht vor 5 Uhr den Landkreis Gießen aufsuchen und muss vor 21 Uhr den Landkreis Gießen verlassen (es sei denn, eine Ausnahmeregelung wie beispielsweise der Weg von der Arbeit oder zur Arbeit gilt).

Wer einen anderen Hausstand besucht, muss den Besuch so planen, dass die Rückkehr in die eigene Wohnung spätestens um 21 Uhr erfolgt ist, oder im gastgebenden Haushalt übernachten.

Hausstände im Landkreis Gießen dürfen im Rahmen der zulässigen Möglichkeiten auch Personen über Nacht beherbergen, die nicht im Landkreis sesshaft sind. Auch diese dürfen aber zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung nicht verlassen.

Durchreisen durch den Landkreis Gießen – per ÖPNV oder Auto – sind zulässig. Auch Tanken und der Besuch einer Raststätte im Sinne der notwendigen Versorgung sind zulässig. Das Umsteigen an Bahnhöfen ist ebenfalls erlaubt.

Wer zum Einkaufen unterwegs ist, muss dies so planen, dass die Rückkehr in die eigene Wohnung bis spätestens 21 Uhr erfolgt.

Müssen ehrenamtliche Angehörige von Feuerwehren oder Katastrophenschutzeinheiten zu einem Einsatz, dürfen diese die Wohnung verlassen. Dies gilt auch für Personen, die zum Beispiel in der Notfallseelsorge tätig sind oder Dienst in der Telefonseelsorge tun.

So lange es sich um einen Privatgarten handelt, zu dem nur ein Hausstand Zutritt hat (ein Hausgrundstück mit mehreren Wohneinheiten ist hierbei nicht gemeint), und es sich nicht um eine öffentliche Anlage handelt, kann der Garten betreten werden. Gleiches gilt für den Gang zur Mülltonne, da sich diese im Regelfall auf dem privaten Wohngrundstück befindet.

Das Abholen von Speisen ist nach 21 Uhr nicht mehr möglich. Lieferdienste fallen unter die Ausnahme der beruflich Tätigen und dürfen auch nach 21 Uhr noch Speisen ausliefern.

Zur Jagd auf Schwarzwild gilt für Jagdberechtigte vor dem Hintergrund der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest und damit Tierseuchenprävention eine Ausnahme der Ausgangssperre. Diese Ausnahme gilt nicht für die Jagd auf Schalenwild. Für Jagdberechtigte gelten weiterhin Ausnahmen für die Nachsuche und Versorgung von verunfalltem Wild, soweit dies zwingend zwischen 21 und 5 Uhr erforderlich ist. Wer einen Hund versorgt, darf mit diesem Gassi gehen. Auch wer andere Haustiere versorgen muss, fällt unter die Ausnahmen. Ebenso dürfen Tierbesitzer*innen notfallmäßig eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Dringend nötige Besuche bei Ärzt*innen sind zulässig. Auch wer kranke beziehungsweise unterstützungs- oder pflegebedürftige Menschen betreut, kann für diesen Zweck die Wohnung verlassen. Dies schließt auch ein notwendiges Aufsuchen von Apotheken-Notdiensten ein.

Reisen sind so zu planen, dass weder die An- noch die Abreise in die Zeiten der Ausgangssperre fallen. Wer sich unverschuldet (etwa wegen Verspätungen oder Verkehrsbehinderungen bei der Heimfahrt) im Zeitraum der Ausgangssperre noch außerhalb einer Wohnung aufhält, handelt dann nicht ordnungswidrig, wenn er sich nach dem Auflösen des Staus beziehungsweise der Ankunft des Zuges auf schnellstem Weg in die Wohnung begibt.

Sport in geschlossenen Räumen ist untersagt. Ausnahmen bilden der Spitzen- und Profisport sowie der Schulsport. Dieses Verbot umfasst nicht das Sporttreiben in privaten Räumlichkeiten wie der eigenen Wohnung. Die Sporthallen des Landkreises Gießen bleiben geschlossen.

Wer einen Hund versorgt, darf mit diesem Gassi gehen. Auch wer andere Haustiere versorgen muss, fällt unter die Ausnahmen. Ebenso dürfen Tierbesitzer*innen notfallmäßig eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre sind Ordnungswidrigkeiten. Diese werden mit Bußgeldern in der Regel bis zu 200 Euro sanktioniert. Bußgelder können im Einzelfall aber auch darüber liegen.

Ein Antigen-Test weist direkt den Erreger SARS-CoV-2 nach. Ein positiver Antigen-Test zeigt eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 auf. Die positiv Getesteten sind ansteckend und müssen sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Antigen-Tests werden von Einrichtungen verwendet, um akut infizierte Personen, welche eine Gefahr für Kontaktpersonen darstellen, zu identifizieren.

Ein Antikörper-Test weist eine Immunabwehr des Körpers gegen einen Erreger nach. Antikörpertests können auch Monate nach einer Erkrankung Antikörper nachweisen, dies ist aber kein Nachweis einer akuten Erkrankung. Für SARS-CoV-2 werden Antikörper-Tests nicht zur Identifizierung von Erkrankten eingesetzt.

Ludwig-Rinn-Straße 49, 35452 Heuchelheim
Das Impfzentrum befindet sich im selben Gebäude wie der Roller-Markt.

Der Eingang des Impfzentrums befindet sich an der Ecke Ludwig-Rinn-Straße/Am Zimmerplatz.

Montags bis sonntags von 7 bis 22 Uhr
Bitte kommen Sie aber nur zum Impfzentrum, wenn Sie vorher einen Termin vereinbart haben. Ohne Termin können Sie nicht geimpft werden.

Ja, das Impfzentrum kann auch von Personen mit Sehbehinderung genutzt werden. Vor Ort stehen Menschen bereit, die Ihnen helfen und den Weg weisen.

Ja, das Impfzentrum verfügt über einen Fahrstuhl und ist auch für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer*innen zu erreichen.

Ja, vor Ort gibt es Hilfe. Bitte fragen Sie bei Ankunft am Impfzentrum nach einer Begleitung. Jemand wird Sie während des Impfprozesses unterstützen und zur Seite stehen.

Vor Ort können Dolmetscher*innen bei Bedarf angefordert werden. Bitte fragen Sie danach.

Vom Bahnhof in Gießen fährt die Buslinie 24 (Richtung Heuchelheim-Kinzenbach Kirche) im 30-Minuten-Takt nach Heuchelheim. Der Bus fährt am Busbahnhof vor dem Gießener Bahnhofsgebäude auf Bussteig 5 ab.

Sie steigen in Heuchelheim an der Haltestelle Ludwig-Rinn-Straße aus. Von dort (bei der Sparkasse) verkehrt ein Shuttlebus bis zum Impfzentrum.
Für weitere Details fragen Sie im Rathaus Ihrer Kommune nach. Dort kennt man die genauen Bus- und Bahnverbindungen und kann Ihnen eine Verbindung bis zu Ihrem Wohnort erarbeiten.

Für den Rückweg nutzen Sie ebenso den Shuttlebus sowie die Buslinie 24, die zurück zum Bahnhof in Gießen verkehrt.

Nein, wenn 14 Tage vergangen sind und Sie symptomfrei sind, haben Sie die Krankheit überstanden und es besteht keine Infektionsgefahr mehr. Ein Test kann bis zu 60 Tage nach Erkrankungsbeginn die RNA des Virus detektieren. Der Test wird also aller Wahrscheinlichkeit nach erneut positiv ausfallen.

Nein, dies ist nur dann möglich, wenn die Hausärzt*innen dem Gesundheitsamt bescheinigen, dass es sich um eine Symptomatik handelt, die bereits vor der COVID-19 Infektion bestand (zum Beispiel chronischer Reizhusten oder asthmatischer Husten).

Eine Quarantänepflicht wird immer dann fällig, wenn eine Kontaktperson ein erhöhtes Infektionsrisiko trägt. Das bedeutet, dass sie ein erhöhtes Risiko trägt, innerhalb von 14 Tagen an Covid-19 zu erkranken.

Da man bereits zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend ist oder auch asymptomatisch erkranken kann, gilt für diese Personen eine 14-tägige Quarantäne, um die Ansteckung weiterer Personen zu vermeiden (Unterbrechung der Infektionskette).

Ein erhöhtes Infektionsrisiko haben Personen, die mit einem positiven Fall ab zwei Tage vor Symptombeginn/zwei Tage vor Test (wenn keine Symptome auftreten) Kontakt hatten. Dabei sind verschiedene Kriterien ausschlaggebend: Entweder

  • mindestens 15 Minuten lang von Angesicht zu Angesicht gegenüber, über den Tag verteilt gerechnet, zum Beispiel im Rahmen von Gesprächen, in der Pause beim Essen. Dabei wurde keine Maske getragen und der Abstand von 1,5 Meter wurde nicht eingehalten.
  • mindestens 30 Minuten lang in einem nicht durchlüfteten, begrenzten Raum aufgehalten – auch, wenn diese Personen Mund-Nasen-Bedeckung getragen und Abstand zum positiven Fall eingehalten haben (Ausnahme FFP2 Maske)
  • Kontakt zu Sekreten und Körperflüssigkeiten

Diese Personen müssen in Quarantäne. Unabhängig vom Ergebnis des Tests. Ein negatives Ergebnis befreit nicht von der Quarantänepflicht.

Sie benötigen:

  1. Ihren Impfausweis
  2. Ihre Krankenversicherungskarte
  3. Ein Lichtbilddokument*
    • Als Lichtbilddokument genügt beispielsweise der Personalausweis oder auch die Krankenversicherungskarte.
  4. Die schriftliche Terminbestätigung
    • Die schriftliche Terminbestätigung erhalten Sie nach der Buchung des Termins.
  5. Falls Sie Marcumar einnehmen, bringen Sie Ihren Marcumarausweis mit.
  6. Für Ihre Zweitimpfung bringen Sie bitte Ihre Impfbescheinigung mit.
    • Die Impfbescheinigung erhalten Sie nach der Erstimpfung.

*Auch Ihre Begleitperson benötigt ein Lichtbilddokument.

Die Firma BioNTech hat die Produktinformationen ihres Impfstoffes gegen das Coronavirus aktualisiert. Dabei wurde die Formulierung des Zeitraums zwischen erster und zweiter Impfung angepasst. Es wird nun empfohlen, die Zweitimpfung drei Wochen nach der Erstimpfung durchzuführen. In der vorigen Fassung lautete die Empfehlung, die zweite Dosis mindestens drei Wochen nach der ersten Dosis zu impfen.

Die Ständige Impfkommission des Bundes bleibt bei ihrer ursprünglichen Empfehlung, dass mit dem BioNTech-Impfstoff die Zweitimpfungen im Regelfall drei bis vier Wochen nach der Erstimpfung, spätestens aber innerhalb von sechs Wochen erfolgen sollen. Auch das Paul-Ehrlich-Institut als für die Zulassung zuständige Bundeseinrichtung bestätigt diese Empfehlung. Das Land Hessen hält daher an den bisher vergebenen Terminen für die Zweitimpfung fest. Um mögliche Irritationen zu vermeiden, legt das Land in Zukunft standardmäßig einen dreiwöchigen Abstand zwischen den beiden Impfterminen zugrunde.

„Wir verstehen, dass die veränderten Produktinformationen bei manchen Bürgerinnen und Bürgern zu Verunsicherungen geführt haben“, sagt Mario Binsch, Leiter des Impfzentrums im Landkreis Gießen. „Dennoch müssen wir Personen abweisen, die ohne schriftliche Terminbestätigung früher als geplant nach Heuchelheim kommen. Das liegt daran, dass wir nur genau so viel Impfstoff im Impfzentrum haben wie auch Termine vergeben wurden.“